Die Entstehung des Projekts

Seit Mitte der 1990er Jahre haben die drei Gründungsmitglieder des Projekts ValaisADN.WallisDNA, Charles-Albert Beytrison, Raymond Lonfat und Hervé Mayoraz, umfangreiche genealogische Forschungen über alle Familien aus ihrer jeweiligen Region, dem Val d'Hérens und dem Val du Trient, angestellt.

Ihre Arbeit beschränkte sich nicht auf die Erstellung von Genealogien der letzten drei oder vier Jahrhunderte, sondern ermöglichte es ihnen, die Herkunft der Familien auch über die erblichen Familiennamen hinaus zu erfassen, d. h. aus der Zeit um das 12. und 13. Jahrhundert.

Im Val d'Hérens haben die Arbeiten des unabhängigen Forschers Hervé Mayoraz, der von seinem Kollegen Charles-Albert Beytrison unterstützt wurde, die ununterbrochenen Genealogien der Familien dieses Tals vom späten Mittelalter bis in die heutige Zeit erstellt.

Diese Arbeit resultierte zum Beispiel in der Publikation Origine et généalogie de la famille Logean d'Hérémence (2019) von Hervé Mayoraz.

Raymond Lonfat seinerseits veröffentlichte 2010 ein Werk, das die Entstehung und Geschichte aller Linien des Trient-Tals beschreibt, einschließlich einiger aus Vallorcine stammender und im Trient-Tal angesiedelter Linien. Diese imposante Publikation mit dem Titel L'Erba geht für die ältesten untersuchten Familien bis in die 1250er Jahre zurück.

Die drei Forscher Beytrison, Lonfat und Mayoraz, die sich leidenschaftlich für das Walliser Familienerbe interessieren, möchten bei der Erforschung der alpinen Populationen zweier Pioniertäler noch weiter gehen.

Das Thema der genetischen Genealogie wurde im März 2019 auf einem vom CREPA organisierten Kolloquium vorgestellt. Es weckte sofort unser Interesse und war der Ausgangspunkt für die Umsetzung des Projekts „Wallis-DNA".

Die von der Genomik entwickelten Technologien versprechen neue Daten, die die Fragen beantworten werden, auf die die alten Quellen so gut wie keine Aussicht auf Erfolg ließen.

Damit beginnt im Wallis ein goldenes Zeitalter der Familiengeschichte.

 

 

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